Liebe Trauerfamilie,
werte Trauergemeinde,
Vor gut 60 Jahren ist in Ernsting die Idee für eine neue Kapelle entstanden. Man hat einen Verein gegründet, den Ernstinger Kapellenverein und der damals junge Baumeister Franz Messerklinger hat die kleine Kirche geplant, die Bauleitung übernommen und zusammen mit der fleißigen Ernstinger Dorfbevölkerung gebaut. Er als Baumeister, gläubiger, engagierter Christ und interessiert an Kirchengeschichte, hat genau gewusst, wie so eine Kirche ausgerichtet sein muss und das innen alles seinen richtigen Platz hat. Er hat die richtigen Leute an den richtigen Stellen gekannt und ist so zu zusätzlichen Spenden und günstigen Baumaterialien gekommen, die den Bau dann möglich gemacht haben. 1964 ist die Kapelle feierlich eingeweiht worden. Als langjähriger Obmann vom Ernstinger Kapellenverein hat er sich verantwortungsbewusst um die Kapelle und den Verein gekümmert. Ich glaube, dass man die Ernstinger Kapelle, außer seiner Familie und der Baufirma natürlich, als sein Lebenswerk betrachten kann. Dafür können wir ihm als Verein nicht genug „Dankschön“ sagen.
Vor einigen Jahren hat mich der Franz gefragt, ob ich nicht sein Nachfolger als Obmann des Kapellenvereins werden möchte. Gerne habe ich ihm zugesagt.
Aber ich habe gewusst, was für eine Verantwortung ich da, nach ihm übernehmen werde.
Wenn am Sonntag am Ernstinger Stammtisch die alten Lieder gesungen wurden, hat der Franz gerne das Lied „A lustige Eicht“ angestimmt, wo es am Schluss der ersten Strophe heißt: „Lupf den Huat, wann´s dr gengt!“ Den Huat lupf ich jetzt symbolisch vor Dir und sage im Namen vom Ernstinger Kapellenverein:
„Pfiat di Franz“



